Schade, jetzt ist es auch schon wieder vorbei. Dieses Jahr hat es endlich mit der Dauerkarte geklappt und so haben wir uns eine Woche lang jeden Vormittag nach Dortmund aufgemacht um uns unter den zum Teil belustigten Blicken der Kinoangestellten pünktlich zur ersten Vorstellung wieder in die gemütlich Kinosessel zu schmeissen. Das Filmfest hat dieses Jahr zum ersten Mal in Dortmund im „Cinestar“ Station gemacht. Die beiden Kinos, die für die Woche „reserviert“ waren, waren durchaus in Ordnung. Allerdings war die Atmosphäre im Bochumer Union Kino, wo das Filmfest 2006 und 2007 im Ruhrgebiet stattgefunden hat doch wesentlich schöner. Es war eine super Woche und nächstes Jahr sind wir bestimmt wieder mit Dauerkarten am Start. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass sich die Leute der Festivalleitung auch im nächsten Jahr wieder für eine Stadt „im Pott“ entscheiden werden und Dortmund trotz der nicht erfüllten Besucherzahlen noch eine Chance geben.
Hier schon mal vorab eine kleine Auswahl an Filmen, die wir als unbedingt sehenswert (natürlich abhängig vom persönlichen Filmgeschmack
Bridget Jones Fans dürften hier wohl nicht fündig werden) einstufen:
Eden Lake: Auch wenn sich die Meinungen hier wohl deutlich unterscheiden ist die Wahl ihn als Eröffnungsfilm zu zeigen, durchaus gerechtfertigt. Wo steht geschrieben, dass Eröffnungsfilme auf dem FFF immer lustig sein müssen?
Mad Detective: Durchgeknallte Hauptfigur, auch wenn die Auflösung etwas lahm daherkommt überzeugt die Regiearbeit von Johnnie To durch Witz und Spannung.
Waltz with Bashir: Sicherlich eines der absoluten Highlights auf dem diesjährigen FFF. Sehr berührend und intensiv mit einem Soundtrack der grandios auf die eindrucksvollen Bilder abgestimmt ist. Ein absolutes Muss!
Let the right one in: Ein außergewöhnlicher Vampirfilm, der absolut überzeugt. Der Film beruht auf dem Buch mit dem einfallsreichen deutschen Titel: „So finster die Nacht“.
JCVD: Wenn uns mal jemand gesagt hätte, dass wir irgendwann einmal einen Film mit Jean-Claude van Damme in der Hauptrolle gut finden würden, hätten wir ihn für verrückt erklärt. Ein Film über van Damme, der jeden gut unterhalten dürfte, außer den typischen van Damme Fan, der auf die üblichen Muskelspiele verzichten muß
Hush: Unterhaltsam und spannend mit einem Hauptdarsteller, der sympathischerweise nicht plötzlich zum Superhelden mutiert.
The investigator: Eine große Portion schwarzer Humor, ein Pathologe der Geld für die Behandlung seiner krebskranken Mutter braucht, ein Auftragsmord und fertig ist eine der Überraschungen vom diesjährigen FFF.
The chaser: Diesjähriger Abschlußfilm aus Südkorea. Absolut sehenswert, auch wenn ich mich immer noch Frage welchen Film der Mensch gesehen hat, der den Beitrag im Programmheft des FFF geschrieben hat. Das hat die Erwartungen an das Ende leider so in die Höhe geschraubt, dass man am Ende enttäuscht werden musste. Nur das kann man ja dem Film nicht anlasten.
Natürlich gab es noch sehr viel mehr zu sehen, demnächst mehr vom Durchschnitt und auch einigen Enttäuschungen.